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„Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.“ (Jakobus 4,17) Wer solche und ähnliche Bibelverse in christlicher Gemeinschaft zitiert um andere auf ihre Sünde hinzuweisen gilt schnell als hyperfromm. Dabei ist es doch eigentlich das gemeinsame Anliegen Jesus nachzufolgen und ihm zu gehorchen.

Am Wochenende war ich auf einem christlichen Festival und in unserem Quartier gab es nur einen Duschraum. Also wurden für Jungs und Mädels unterschiedliche Duschzeiten festgelegt. Immer wieder wurde gemeckert, dass die Mädchen ja wohl die besseren Zeiten abbekommen hätten. Mir fiehlen Bibelverse ein wie: „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“ Philipper 2,3-4. Oder: „Tut alles ohne Murren“ Philipper 2,14. Eigentlich passen diese Verse doch in diese Situation wie Arsch auf Eimer, aber irgendwie scheint es niemanden zu stören, dass sich gerade keiner danach richtet. Es scheint fast eine fromme Übereinkunft zu geben. Bei bestimmten Sünden würden alle geschockt reagieren, wie z.B. Lügen. Wenn jedoch jemand murrt, oder sich selbst für wichtiger nimmt, als den Nächsten, wird das gar nicht als falsch wahrgenommen.

Ich möchte ganz für Jesus leben, wie du sehr wahrscheinlich auch. Ich möchte mich nicht an eine christliche Leitkultur anpassen, sondern immer mehr an dem, was Jesus wirklich sagt.

Silas Köhler
Silas Köhler

"Jesus ist für mich vor allem der Herr meines Lebens, weil ich immer wieder erfahren habe, wie viel Mist dabei rauskommt, wenn ich selbst versuche mein Leben zu meistern." Jg. 89. Studierender an der BTA Wiedenest. gelernter Tischler. Verheiratet mit Ute.

  • Adrian Percy Sentisco

    Gut beobachtet. Wirklich gut beobachtet.