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In den nächsten Wochen steht bei uns ein großer Wechsel an. Wir ziehen um. Wir ziehen weg aus einer Stadt, die wir mögen, und in einen Stadtteil, der nicht für seine gepflegten Vorgärten bekannt ist, sondern als sozialer Brennpunkt. Drogen und Prostitution prägen hier das Stadtbild.

Für uns war es ein bewusster Schritt. Kein leichter, aber ein bewusster. Wir wollen nicht den „normalen“ Weg als Ehepaar gehen. Studium, Job, Geld verdienen, Häuschen kaufen und sich gemütlich in dieser Welt einrichten. Für uns war klar: Zuerst Gottes Reich. Deshalb wollen wir in diesem Stadtteil Licht sein und ein Stück von Jesus in diesen Stadtteil bringen, auch wenn das mit Einschränkungen und Risiko zu tun hat.

Inspiriert hat uns das Beispiel von Francis und Lisa Chan. Die beiden haben sich die Frage gestellt: Können wir als ein Beispiel dienen, an dem andere sehen können, wie man auch als Ehepaar mit Kindern Jesus ganz und gar nachfolgt? Als Konsequenz haben sie ihre Jobs aufgegeben und sind mit ihren Kindern in eine sozial schwache Gegend gezogen, um dort den Menschen von Jesus zu erzählen und Nächstenliebe konkret werden zu lassen.

Francis ist bei ihm und anderen aufgefallen, dass es irgendwann nicht mehr darum geht als „Arbeiter in die Ernte“ zu gehen. Dann gehe es auf einmal darum die Familie zu schützen, eine sichere Nachbarschaft zu finden und die Familie vor schlechtem Einfluss zu bewahren. Das ist aber nicht das, worum es als Nachfolger von Jesus gehe. Dein Auftrag hört nicht auf, wenn du verheiratet bist oder Kinder hast. Und auch wenn es manchmal herausfordernd sei, er merke, wie sehr sie als Familie dadurch zusammen wachsen und wie seine Kinder in einer Umgebung aufwachsen, in der sie erleben, dass das Evangelium nicht nur ne nette Geschichte ist, sondern lebensverändernd wirkt.