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„Die Kämpfe die ich hab, die Entscheidungen die ich traf können deine Liebe für mich nicht aufhalten, können deine Liebe nicht aufhalten.“ So beginnt das Lied „Can’t Stop your Love“ von Ben Cantelon und Worship Central.

In diesem Lied steckt für mich eine tiefe Wahrheit drin, die wir oftmals in unserem Alttag vergessen, die sich ebenso gut in einer alt bekannten, biblischen Geschichte wiederfinden lässt. Aber dazu kommen wir gleich. Das Lied beginnt damit, Hindernisse zu nennen, die wir manchmal bewusst aufstellen oder uns hinter ihnen verstecken wollen, damit wir uns nicht mit Gott auseinander setzen müssen:

„The Struggles that I face,
the choices I have made, […]
the darkness of the night,
the scars I try to hide, […]“

Übersetzung:
„Die Kämpfe, die ich habe,
Die Entscheidungen, die ich traf[…],
Die Finsternis der Nacht,
Die Narben, die ich versuche zu verstecken[…],“

Der Prophet Jona „macht die Biege“ vor Gottes Auftrag, nach Ninive zu gehen. „ Da machte sich Jona auf, um vom Angesicht (neu dt. Gegenwart) des Herrn [..] zu fliehen“ (Jona 1,1­3). Er bricht auf in Richtung Spanien über den Seeweg, also möglichst weit weg von Ninivie und Gott. Jedoch kommt er damit nicht weit. Gott schickt einen Sturm, die Schiffscrew wirft Jona über Bord und er wird für 3 Tage von einem großen Fisch verschluckt (vgl. Jona 1). Ihr kennt die Geschichte? Gut, aber Jonas Gebet im Fisch (Kapitel 2) geht oftmals unter.

„No mountain is too high,
no ocean is too wide […]
No power is too great,
you overcame the grave […],
Wher can I go, Where can I go
from your presence“

Übersetzung:
„Kein Berg ist zu groß/hoch,
Kein Ozean ist zu weit […],
Keine Macht ist zu groß,
Du hast das Grab überwunden[…],
Wo kann ich weg, wo kann ich weg
von deiner Gegenwart.“

Jona beschreibt im Gebet, wie er tief ins Meer hinab sinkt: „Meergras umschlang mein Haupt. Zu Gründen der Berge sank ich hinunter (Jona 2,6f.).“ „Gründen der Berge“ bezeichnet den Meeresgrund (max. 5267m Tiefe). Einen Ort/eine Tiefe an dem eigentlich kein Mensch überleben würde. Wenn da Gott nicht wäre, der einen die ganze Zeit über durchs Leben begleitet und Herr über Tod und Leben ist. Das hat auch Jona im Fisch begriffen, dass man sich nicht vor Gott verstecken kann und er seine Menschen liebt und sie vor dem Tod bewahrt. „[…] Da hast du Herr, mein Gott, mein Leben aus dem Grab heraufgeführt (Jona 2,7).“

„Whatever lies ahead,
your with me ev´ry Step[…]
It’s true with ev´ry breath,
It’s true that even death, CAN’T STOP YOUR LOVE FOR ME“

Übersetzung:
„Was immer vor mir liegt,
Bei jedem Schritt bist Du mit mir[…],
Mit jedem Atemzug ist es wahr,
Es ist wahr dass selbst der Tod,
DEINE LIEBE FÜR MICH NICHT AUFHALTEN KANN“

Wenn wir mal wieder untergehen im Sturm auf dem Meer des Alltags oder versuchen Gottes Gegenwart „auszuweichen“, so dürfen wir diese Wahrheit fest im Herzen verankern und wissen, dass bei jedem Atemzug, den wir tun, Gott selbst und seine große Liebe „ungebremst“ bei uns ist.

Gabriel Schöfer
Gabriel Schöfer

"Jesus ist für mich mein treuster Freund und die Hoffnung die mich durchs Leben mit all seinen Höhen und Tiefen trägt." Gabriel Schöfer Jg. 91. Verbrachte ein Jahr in Argentinien und ist jetzt Bibelschüler im 2. Jahr in Wiedenest und ein Cappucino- Feinschmecker.