Bild mit vollständiger Quellenangabe anzeigen
Der Schrei nach Frieden. Er verstummt nicht. Mit dem Jahrtausend sollte alles besser werden, meinten die New-Age-Begründer. Von Weltfrieden traut sich schon lange keiner mehr zu sprechen. Weihnachten, Fest des Friedens. 9/11. Frieden als Zustand des Ausbleibenden Krieges. Religion. Diplomatie. Gandhi. Mit Waffen befrieden. Faschismus. Syrien. Träume. Nigeria. Dreißigjähriger Krieg. Macht. Friedensnobelpreis. Soldaten. Massaker. Taube als Symbol.
Der Schrei nach Frieden?!
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Frieden oder hat es zumindest schon einmal verspürt. Dass ist die Sehnsucht, die viele Geflüchtete momentan haben, aber nicht jeder findet hier Frieden. Ich erlebe es gerade in der Arbeit mit Flüchtlingen, dass viele Traumata mit sich tragen und manche die schmerzliche Trennung zur Familie aufzufressen scheint. Frieden ist persönlich. Deutschland genießt seit 70 Jahren Frieden, aber wir erleben dennoch viel Unfrieden wie z.B. Rosenkriege, gescheiterte Beziehungen, zerrissene Familien und Unruhe und Rastlosigkeit im Herzen.
Wir suchen nach einem tieferen Frieden. Einem Frieden, der nie vergehen wird, vor dem jede Gewalt, jeder Streit und jede Zerrissenheit weichen und kapitulieren muss. Wir provozieren trotzdem immer wieder Unfrieden durch Streitigkeiten und Auseinandersetzungen und kommen davon nicht los. Oft sind unsere eigenen Interessen dafür verantwortlich. Wir brauchen die Wegnahme aller angehäuften Differenzen: Vergebung, um Frieden zu erfahren.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Jes. 9,5
Mitte des 20. Jahrhunderts wurden in Qumran umfassende Schriftrollen gefunden. Unter anderem ist fast das komplette Buch Jesaja dabei, nahezu vollständig erhalten und lesbar. Bereits dieser sprach von einem Kind, das neben anderen Titeln auch Friedefürst (siehe oben) genannt werden wird, Jesus Christus, weswegen Weihnachten gefeiert wird. Aber er predigte und lebte nicht nur friedensstiftend, sondern er machte den Menschen klar, dass sie ein neues Herz durch Vergebung und Frieden von Gott bräuchten, um tiefen Frieden zu erfahren.
Jesus selbst nahm allen Unfrieden, die ganzen angehäuften Vergehen unseres Lebens auf sich, indem sich an seiner qualvollen Folter und Sterben am Kreuz die Gewalt und Ablehnen seines Friedens zeigte. Jesus durchbrach damit nicht nur in seiner Auferstehung die Macht, die der Tod auf uns ausübt, sondern auch die Macht von allem, was uns hindert, in Frieden zu leben.
Diesen Frieden von Gott, der Bestand hat, empfangen wir durch seine Vergebung, die über unserem Leben ausgesprochen wird und die uns frei macht von allem Unfrieden, der sich in unserem Herzen angesammelt hat und der uns in den tiefen Frieden führt, den man kaum begreifen und in Worte ausdrücken kann. Diejenigen, die ihn um Vergebung bitten, werden erlangen, was er seinen Jüngern versprochen hat:
„Ich gebe euch meinen Frieden,einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann.“
Joh.14,27
Dominik Fabry
Dominik Fabry

Dominik Fabry, Jahrgang 96, Studierender der BTA Wiedenest; Ich liebe es, Handball und Bass zu spielen und bin mit Herzblut Mittelfranke. Jesus ist für mich die krasseste Provokation, die es je gab und geben wird, Vorbild in allem, meine Hoffnung und Sehnsucht, ein niemals endendes Leben in seiner Gegenwart.