Bild mit vollständiger Quellenangabe anzeigen
Mein Sommer 2015 war bis oben hin vollgepackt. Insgesamt habe ich in den vergangen 12 Wochen Praktika in 4 verschiedenen Orten absolviert bei denen ich über 200 Menschen begegnet bin. Hinzu kommen 4 Wochen Bibelschularbeitsdienst und 2 Wochen Griechisch Unterricht. So blieb noch eine Woche Zuhause übrig und die andere Woche zum Wechsel ins neue Internatszimmer und zur seelischen Vorbereitung fürs 2. Studienjahr.
Für mich war das ein ganz schöner Marathon, bei dem mein Charakter häufig auf die Probe gestellt wurde. Erholung sieht irgendwie anders und bei den vielen Herausforderungen, Menschen und Enttäuschungen haben mich anderen Menschen gefragt woher ich die Kraft dazu nehme. Gute Frage: Woher nehme ich mir diese Kraft ?
Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren.
Meine persönliche Antriebskraft ist die Hoffnung.
In Kapitel 8 des Römerbriefes beschreibt Paulus diese Hoffnung als die Gemeinschaft mit Gott in der Ewigkeit. Dabei unterscheidet er zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Hoffnung. Warum? Weil wir oftmals als Menschen unsere Hoffnung in Dingen legen die sich (hoffentlich) schnell und sichtbar bemerkbar machen. Zum Beispiel hoffe ich darauf, das jemand sein Verhalten ändert oder ich im Lotto gewinne und finanziell sorglos bin.
Jedoch werden wir genau so schnell von dieser Hoffnung enttäuscht, weil sie eben nicht eintrifft. Die Person verändert sich doch nicht und am Samstag bei der Ziehung der Zahlen weiß ich, das sich mein Kontostand nicht verändern wird.
Genau diese Hoffnung hinterfragt Paulus „Warum hofft auch jemand auf das, was er sieht?“ Und betont gleichzeitig, das die Ewigkeitshoffnung von Gott ausgeht. Er möchte mit uns, seiner Schöpfung, in Gemeinschaft leben und hat deswegen seinen Sohn Jesus Christus kreuzigen lassen (vgl. Römer 8, 18­25)
Aber weil diese göttliche Hoffnung sich nicht direkt in unserem Leben bemerkbar macht, fällt es einem schwer daran zu glauben. Deswegen betont Paulus extra das wir diese Ewigkeitshoffnung geduldig erwarten sollen (Röm. 8,25).
Oftmals fehlt jedoch die Geduld dazu. Aber um diese Geduld und damit die Hoffnung nicht zu verlieren hilft mir dieser Vers:
Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll. (Römer 8,18)
Das Wissen das die Proben, Anfechtungen und Schwierigkeiten auf meine Lebenszeit begrenzt sind, tut mir gut und schenkt mir die Geduld die Ewigkeitshoffnung zu erwarten. Es ist eben diese Hoffnung, die mir die Kraft, für solche vollen Sommer und für das kommenden Studienjahr gibt. Jeden Tag neu.
Gabriel Schöfer
Gabriel Schöfer

"Jesus ist für mich mein treuster Freund und die Hoffnung die mich durchs Leben mit all seinen Höhen und Tiefen trägt." Gabriel Schöfer Jg. 91. Verbrachte ein Jahr in Argentinien und ist jetzt Bibelschüler im 2. Jahr in Wiedenest und ein Cappucino- Feinschmecker.