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Unsere Generation möchte die Welt vom Sofa retten. Petitionen finden wir toll. Einmal klicken und die Welt ein bisschen besser machen und es kostet mich nichts.

Der Maßstab

Der Traum von einer besseren Welt durchzieht die Menschheitsgeschichte. Das Böse muss bekämpft werden. Doch was ist böse? und was ist gut? Was ist der Maßstab für beides? Heute haben wir den Mensch zum Maßstab gemacht: Alles was Menschen Freiheit gibt, ist gut. Alles was Menschen einschränkt, ist schlecht. Doch eigenet sich der Mensch als Maßstab?

Christen glauben das nicht. Sie glauben, dass es einen Maßstab gibt, der größer ist, als sie selbst. Gott, der den Menschen erschaffen hat, darf sagen was gut und was böse ist. Gott liebt die Menschen, deswegen sind viele Dinge, die dem Menschen dienen gut, wärend solche, die dem Menschen schaden schlecht sind. Doch Gottes Maßstab geht über den Menschen hinaus. Er weiß viel besser als der Mensch wie viel Freiheit gut für ihn ist und welche Dinge toleriert werden sollen und welche nicht.

„…der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar“ – 1. Mose 6,5

Die Lösung

Doch die „Welt vom Sofa aus retten“ Generation hält den Menschen nicht nur für den Maßstab an dem diese Welt genesen soll, sondern auch für die Lösung: Der Mensch ist gut, wenn er nur will und manche wollen eben nicht. Darum müssen wir diese aufhalten. Und schwups ist die Welt ein besserer Ort.

Christen glauben das nicht. Selbst wenn aller Menschenhandel gestoppt, jede Tierquälerei beendet und jeder Krieg aufgehört hat, wird es das Böse in der Welt geben. Denn das Böse ist nicht dort draußen, sondern es steckt in jedem von uns drin. In unserem Herzen. Das sichtbare Böse (Menschenhandel, Krieg, usw.) ist nur die Auswirkung des Bösen in unserem Herzen.

„Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt’s nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten?“ – Jakobus 4,1

Das Problem: Keine Petition, kein guter Wille und keine Revolution können das Böse im menschlichen Herzen besiegen. Denn niemals werden alle Menschen alle ihre unendlich vielen Begierden stillen können. Der Mensch ist nicht die Lösung. Sondern Gott. Obwohl er selbst nicht böse ist, war er bereit für böse Menschen zu sterben. Er schenkt uns ein neues Herz und macht uns zu ganz neuen Menschen, wenn wir an ihn glauben. Sodass wir nicht mehr böse sein müssen.

Bekämpfe nicht das Böse in der Welt ohne zuzulassen, dass Gott das Böse in dir bekämpft.

 

Silas Köhler
Silas Köhler

"Jesus ist für mich vor allem der Herr meines Lebens, weil ich immer wieder erfahren habe, wie viel Mist dabei rauskommt, wenn ich selbst versuche mein Leben zu meistern." Jg. 89. Studierender an der BTA Wiedenest. gelernter Tischler. Verheiratet mit Ute.

  • Timon Köhler

    Hey, wie lustig. Es ist in der Nacht 3 Uhr und ich lese diesen Artikel, mitten in einer Kneipe und muss so schmunzeln, weil ich dieses „der Mensch als Maßstab“ hier in den Gesprächen mit meinen Gegenübern voll wieder find. 😀