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Ich erleb‘, was geht, wenn mein Leben sich im Gebet konkret um Gott dreht –
Und doch leb
ich oft so, als ob das Gegenteil der Fall wäre.

Gebet heißt, dass ich mit einem unsichtbaren Gegenüber rede,
so als wäre er mächtig und weise, extrem,
doch dass ich ihn nicht sehe, ist auch oft das Problem.

Gebet heißt, dass ich mit ihm red‘, so als würd ich ihn sehen.

Gebet ist tatsächlich das Atmen der Seele.

Gebet heißt Sachen abgeben, die ich seh und erlebe.

Gebet verändert meine eigene Perspektive.

Gebet heißt Gemeinschaft mit meinem Erfinder,
intime Momente, die Himmel und Erde verbinden.

Gebet heißt bei Gott auf dem Schoß sitzen,
ihn als meinen Vater, doch auch hoch auf dem Thron wissen.

Gebet heißt ankommen, ausweinen, anschreien,
anbeten, lobpreisen, anschweigen,
seinen Namen groß machen, dran bleiben.

Beten heißt am Ende Beziehung verbalisiert,
Hinwendung zur Liebe, die so stark um mich wirbt.
Kniend, sitzend, liegend und stehend
in stillen Kammern, oder auch unterwegs,
für mich und für andere, was mich bewegt,
Audienz in dem Thronsaal. Majestät.

Augen offen, oder lieber geschlossen,
lebendige Hoffnung lässt mit Zuversicht hoffen.

Hände gehoben, gefaltet, gesenkt,
unterm Strich bleibt: Gebet ist ein Geschenk.

Irgendwie ist das schon so ein Ding:
Denn es ist so viel leichter über Beten zu reden,
über Beten zu schreiben, über Beten zu lesen,
als stille zu werden und wirklich zu beten.
Kyrie Eleison! Hilf mir! Amen!

 

Marco Michalzik
Marco Michalzik

"Jesus ist für mich die Liebe meines Lebens und die Inspiration diese Liebe zu leben." Jg. 85, Jugendreferent bei Nightlight, Rapper und Poetry Slammer.